VERBRAUCHERKOMMISSION BAYERN

Pressemitteilung

29.10.2015

Ein Jahr Verbraucherkommission Bayern

Sei es bei Online-Partnervermittlungen, Reiseportalen, Finanzdienstleistern oder anderen Anbietern – nicht selten mangelt es bei Verstößen im wirtschaftlichen Verbraucherschutz an der Durchsetzung von Verbraucherrechten. Wie kann die öffentliche Verwaltung hier besser aufgestellt werden? Welche Herausforderungen bringt die Verlagerung des stationären Handels in die digitale Welt für Verbraucherinnen und Verbraucher aber auch für Händler mit sich? Welche Schritte müssen für eine gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung in Bayern noch unternommen werden?

Diesen und weiteren Fragestellungen widmet sich die unabhängige Verbraucherkommission Bayern, die im vergangenen Jahr durch die Bayerische Verbraucherschutzministerin, Ulrike Scharf, erneut eingesetzt wurde. Scharf: „In der Verbraucherkommission haben die Experten das Wort. Sie sollen mit kritischem Blick Ideen entwickeln, Impulse geben und die Staatsregierung in grundsätzlichen Fragen der Verbraucherpolitik beraten. Damit ist die Verbraucherkommission ein wichtiger strategischer Partner für einen umfassenden Schutz der Menschen in Bayern." Der Vorsitzende Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald zum Ziel der Verbraucherkommission Bayern: „Mit unseren Empfehlungen und Stellungnahmen wollen wir die verbraucherpolitische Arbeit der Staatsregierung begleiten und neue Impulse für Verbesserungen im Verbraucherschutz setzen. Dazu haben wir aus unserer Sicht für Verbraucher relevante Themen besetzt." In Arbeitsgruppen erarbeitet die Kommission, begleitet von externen Sachverständigen und in Kontakt mit Stakeholdern, Empfehlungen zunächst zu folgenden Themen:

  • AG Kollektiver Verbraucherschutz:
    Zur Durchsetzung von Verbraucherrechten im wirtschaftlichen Verbraucherschutz werden Handlungsempfehlungen für eine noch schlagkräftigere öffentliche Verwaltung erarbeitet. Noch im Frühjahr 2016 sollen die Empfehlungen dazu verabschiedet werden. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe unter Leitung von Frau Prof. Dr. Jaquemoth sind Frau Breithaupt-Endres, Frau Mowitz-Rudolph, Herr Prof. Dr. Micklitz und Herr Prof. Dr. Schmidt-Kessel als externer Sachverständiger.
  • AG Tierwohl:
    Es werden die für die bayerische Verbraucherschutzpolitik relevanten Tierwohlthemen und Aufgaben identifiziert und die Herausforderungen und Potenziale für Bayern benannt. Grundlage ist das One-Health-Argument, nach dem Umweltintaktheit, Tierwohl und Verbrauchergesundheit untrennbar zusammenhängen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Gottwald sind Herr Prof. Dr. Gareis, Herr Prof. Dr. Hauner, Frau Mowitz-Rudolph und Herr Dr. Ehrnsperger.
  • AG Handel, Verbraucherschutz und digitale Welt:
    Die zunehmende Digitalisierung im Einzelhandel bietet für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für Händler Chancen und Risiken. Im Fokus stehen die verbraucherpolitischen und -rechtlichen Fragestellungen, gerade bei der Verknüpfung von stationärem Handel und E-Commerce. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe werden von Herrn Münch und Frau Mowitz-Rudolph koordiniert.

Weitere Themen auf der Agenda der Verbraucherkommission Bayern sind Energie, Finanzen und Lebensmittel. Diese werden voraussichtlich 2017 und 2018 behandelt.

Weitere Informationen über die Verbraucherkommission Bayern finden Sie unter www.verbraucherkommission.bayern.de

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